• Neuer EU-Führerschein

Neue EU-Führerscheine 2013

Seit 1999 gibt es in Deutschland den Führerschein mit Buchstaben-Klassen. Diese sind in der EU nun nahezu einheitlich. Seit Januar 2013 hat sich der Inhalt einiger Klassen geändert. Wir zeigen Ihnen, wie die Änderungen im Einzelnen aussehen. Zum Beispiel profitieren alle Besitzer „alter" PKW-Führerscheine. Sie haben zudem einen sehr weitreichenden Bestandsschutz. Anders sieht es bei den LKW,- und Bus-Führerscheinen aus. Hier ist es beispielsweise so, dass sie auch dann befristet sind, wenn der Führerschein vor 1999 erworben wurde. Wer einen solchen Führerschein sein eigen nennt, muss sich ärztlich untersuchen lassen, wenn die Fahrberechtigung verlängert werden soll.


Allen „neuen" Führerscheinen ist gemein, dass sie für 15 Jahre ausgestellt werden. Dies dient lediglich dem Fälschungsschutz und die Führerscheine werden von den Behörden ohne weitere Prüfung verlängert. Alle anderen Führerscheine müssen bis 19.Januar 2033 umgetauscht werden.


Wer benötigt einen Führerschein?
Jeder, bis auf wenige Ausnahmen, wie folgt:

  • einsitzige Fahrräder mit Hilfsmotor, Höchstgeschwindigkeit bis 25 km/h, jedoch nur für Personen, die bis zum 01.04.1965 geboren wurden
  • elektrische Krankenfahrstühle bis 15 km/h
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Stapler, landwirtschaftliche Zugmaschinen bis 6 km/h

Welche Besonderheiten gibt es bei den LKW-Klassen?
Fahrzeuge der Klassen C und CE dürfen Sie, wenn Sie das 50.Lebensjahr vollendet haben nur noch nach ärztlicher Untersuchung und Verlängerung der Fahrerlaubnis führen. Tauschen Sie die Führerscheinklasse 2 um, werden Ihnen die Fahrerlaubnisklassen AM, B, BE, C1, C1E, C, CE, L und T erteilt. Bei dieser Eintragung werden weitere Berechtigungen über Schlüsselzahlen vermerkt. Wollen Sie den LKW-Führerschein gewerblich nutzen, müssen Sie zusätzlich eine Berufskraftfahrerqualifikation belegen.

Befristungen der Führerscheinklassen
Die Klassen AM, A1, A2, A, B, BE, L und T bekommen Sie ohne Beschränkungen.

Haben Sie den Führerschein nach 1999 erworben, gelten folgende Befristungen:

  • die Klassen C1 und C1E werden bis zum 50. Lebensjahr befristet, sind Sie älter als 45 Jahre (bei der Erteilung gewesen), bekommen Sie die Klassen (vorerst) für 5 Jahre.
  • die Führerscheinklassen C, CE ,D , D1, DE und D1E bekommen Sie generell nur für 5 Jahre


Tauschen Sie die alte Klasse 3, werden die Klassen C1 und C1E ohne Befristungen eingetragen. Eine Besonderheit gibt es hierbei. Die Berechtigung zum Führen von LKW über 7500 kg ist von Gesetzes wegen auf die Vollendung des 50. Lebensjahres beschränkt worden.


Haben Sie einen Führerschein der Klasse 2 besessen, erhalten Sie die Klassen C und CE befristet auf das 50. Lebensjahr. Auch hier dürfen Sie ab dem 50. Lebensjahr keine Fahrzeuge der Klasse C und CE fahren.
Tipp: Um ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu vermeiden, sollten Sie rechtzeitig vor Ablauf der Befristung einen Antrag auf Verlängerung stellen.


Ärztliche Untersuchungen
Möchten Sie die Führerscheinklassen C1, C1E, C oder CE erwerben, benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung. Wollen Sie die Klassen D1, D1E, D oder DE erwerben, brauchen Sie ein betriebsarbeitsmedizinisches oder medizinisch-psychologisches Gutachten. Wollen Sie eine dieser Klassen verlängern, genügt bis zum 50. Lebensjahr eine ärztliche Bescheinigung. Sind Sie älter, werden Ihnen die Busklassen nur nach Vorlage eines umfassenden Gutachtens verlängert. Zusätzlich brauchen Sie immer auch einen Nachweis ausreichenden Sehvermögens.


Bei Führerscheinklassen ohne Befristungen genügt die Bescheinigung einer amtlich anerkannten Sehteststelle. Bei befristeten Führerscheinklassen ist immer eine augenärztliche Begutachtung nötig.

Mindestalter für die folgenden Führerscheinklassen


Für die Erteilung der Fahrberechtigungen müssen Sie jeweils ein Mindestalter haben. Dieses beträgt 15 Jahre für die Mofa-Prüfbescheinigung

  • 16 Jahre für die Klassen AM, A1, L und T
  • 17 Jahre für das Begleitete Fahren mit B, BE
  • 18 Jahre für die Klassen A2, B, BE, C1 und C1E
  • 20 Jahre für Klasse A bei Vorbesitz von A2
  • 21 Jahre für Klassen C, CE, D1, D1E und Trikes der Klasse A
  • 24 Jahre für Klassen D, DE, A

Haben Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb, müssen Sie für die Klassen B und BE mindestens 17 Jahre alt sein. Für den Erwerb der Klassen C, CE, D1 und D1E müssen Sie dann 18 Jahre alt sein. Für die Klassen D und DE besteht ein Mindestalter von 20 Jahren. Grundsätzlich ist für den Erwerb einer Fahrerlaubnis eine theoretische und praktische Ausbildung und eine Prüfung Pflicht. Bei Klasse L entfällt jedoch die Praxis.

Sie müssen keine Theorieprüfung absolvieren, wenn Sie folgende Klassen erweitern:

  • B auf BE
  • C1 auf C1E
  • D auf DE
  • D1 auf D1E

Wollen Sie folgende Erweiterungen machen, müssen Sie die erstgenannte Fahrerlaubnisklasse mindestens 2 Jahre besitzen, eine Vorbereitung in der Fahrschule machen und eine praktische Prüfung ablegen:

  • A1 auf A2
  • A2 auf A

Die Bedeutung der Schlüsselzahlen

Haben Sie gesundheitliche Beeinträchtigungen, erhalten Sie die Fahrerlaubnis unter Auflagen oder mit Einschränkungen. Diese Auflagen oder Einschränkungen werden auf dem Führerschein verschlüsselt. Weitere Verschlüsselungen betreffen den Umfang von „alten" Berechtigungen. Solche Verschlüsselungen werden im Feld 12 eingetragen. Dabei gelten 3-stellige Schlüsselzahlen nur in Deutschland, 2-stellige dagegen in der gesamten EU.

Die Zahlen bedeuten wie folgt:

01 Sehhilfe erforderlich
02 Hörhilfe erforderlich
78 nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe
79.02 nur drei- und vierrädrige Fahrzeuge der Klasse AM
79.03 nur dreirädrige Fahrzeuge
79.04 nur dreirädrige Fahrzeuge mit Anhänger bis 750 kg
79.05 Krafträder mit einem Leistungsgewicht über 0,1 kW/kg
79.06 Anhänger über 3.500 kg
96 Gespanne bis 4.250 kg
171 Busse bis 7.500 kg nur ohne Fahrgäste
172 Busse nur ohne Fahrgäste
174 alle Zugmaschinen bis 40 km/h
175 Kfz bis 25 km/h bzw. 50 ccm
184 Auflagen zum begleiteten Fahren

 

Die neuen Führerscheinklassen

 

 

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